Ein offener Brief an alle, die urteilen. Ich schreibe das mit Liebe, ein bisschen Wut aber vor allem, weil ich fühle, dass das mein Job ist. Also nicht das hier zu schreiben, sondern zu sein. Also mein Leben zu leben, so als ob es wichtig ist. Und Absicht.

Mein Leben. Nicht deins, nicht das meines Partners, nicht das meiner Kinder. Also klar, die sind alle auch wichtig, aber eben nicht wichtiger als mein eigenes. 

Denn ich glaube – und darauf können wir uns einigen, oder? Jedes Leben ist gleichwertig. Ich gebe den Wert meines Lebens nicht ab, weil ich Kinder geboren habe. An meinem Wert verändert sich dadurch nichts. Also selbst wenn man das so annehmen könnte, wäre es unlogisch, denn ich bin ja trotzdem immernoch Kind. Und bleibe das auch. Das Kind meiner Mutter, die wiederum Kind ihrer Mutter ist usw. (bescheuert eigentlich, dass ich das so schreibe, aber ich lass es dennoch stehen.)

Mütter müssen ihren Wert nicht aufgeben oder zurückstellen, weil sie Mütter sind. Stelle ich mal tollkühn als Behauptung in den Raum.

Zündstoff, ich weiß. Weil es natürlich auch mit Verantwortung zu tun hat, die man übernimmt, wenn man Kinder bekommt. Oh ja. Dafür! Hart genug. 

Kann ich mal gut, oft weniger gut. Bin froh, dass es noch mehr Menschen gibt, die die Verantwortung mit übernehmen. Ach da hör hin. 

Mehr Menschen, 

Verantwortung MIT übernehmen. 

Das heißt, es gibt also durchaus Momente, in denen ich keine Verantwortung haben muss, weil ich sie verantwortungsvoll abgegeben habe. Und in denen ich dann ICH sein kann. 

Ich hatte schon immer Schwierigkeiten mich mit der Mutterrolle anzufreunden oder mich über sie zu definieren. Den Anspruch an mich selbst, das aber können und wollen zu müssen, hat mich fast gekillt… Das war richtig schön für meine Kinder, wenn ich am Wochenende NICHT aufstehen und NICHTS mit ihnen unternehmen konnte, weil ich vollkommen am Ende und ausgelaugt war. Richtig schön war das… Dass das dazu gekommen ist, liegt nicht nur an meinem Anspruch an meine Mutterrolle, sondern auch daran, dass ich meine eigene Natur unterdrückt habe, mir Wahrheiten nicht eingestanden habe.

Dann hat mir das Universum brutal, unerwartet und wunderschön einen Ausweg aus dem ganzen Dilemma geschenkt… Es hatte also Erbarmen, wenn man so will, oder ich hab es manifestiert (natürlich glaube ich Letzteres).

Und so trägt es sich zu, dass ich nun in einer Wohnung lebe, die ich mir seit langem wünschte, was aber bedeutet, dass ich nicht mehr unter einem Dach mit meinen Kindern wohne. Dass ich mich einer Liebe hingebe, die ich so noch nie gefühlt und um die ich so gekämpft habe (vor allem mit mir selbst und dem Korsett in das ich mich eingepresst habe), dass ich dadurch eine Power und Energie in mir fühle, die mir erlaubt noch mutiger und wahrhaftiger ich selbst zu sein… Ich komme bei mir an. 

Auch wenn es kaum zu glauben ist: I ain’t going crazy, I am going home.

Aber ich fühle das Urteil, das ist ok. Das war schon immer so, wird immer so sein. Ich halte das (aus). Hab aber ein Geschenk für dich, wenn du willst.

Einen Spiegel. 

Wenn du denkst: “Wie kann sie nur ihre Kinder zurücklassen“ dann frage dich kurz, wo du dich selbst in diesen Mamakäfig sperrst und warum? Bonus: Frage dich weiter, was kannst du tun, um dich (zumindest hin und wieder mal) von der Kandarre zu lassen und warum willst du überhaupt die perfekte Mutter sein? (Gold Nugget an dieser Stelle btw)

Wenn du denkst: “Der Mann hat doch alles für sie gemacht und jetzt rennt sie weg.” Dann frage dich doch an dieser Stelle, wo du dich gerade mit weniger zufrieden gibst, als du eigentlich willst. Wo du deine Sicherheit deinem Lebensglück vorziehst. 

Sich neu zu verlieben ist kein Verbrechen, warum urteilst du also? Wo bist du nicht erfüllt? Wie fühlst du dich nicht gesehen und wertgeschätzt? Wo hast du das Gefühl, die Verantwortung für das Glück anderer permanent zu tragen, sodass du fast daran zerbrichst? Seit wann glaubst du, dass das, was du lebst an Liebe und in deiner Ehe “normal” ist und eben “einfach so ist”? Wann hast du resigniert?

Wenn du denkst: “Was glaubt sie eigentlich wer sie ist?” (Danke für das Kompliment an dieser Stelle (iykyk)), dann frage dich doch mal, wo du dein eigenes Wachstum blockierst, weil du Angst hast, dass deine Größe deine Realität verändert? Wo du aus Angst, jemanden oder etwas zu verlieren, deine eigenen Wünsche, Sehnsüchte und dein Potenzial runterdrückst?

Wenn du denkst: “Sie ist mit nichts zufrieden?” dann frage dich warum du dir immer wieder einredest, dass du zufrieden sein musst, weil du ja alles hast was du brauchst? Wo du aus Angst, was die anderen von dir denken oder was sie über dich reden könnten, dir Dinge verwehrst, die dein eigenes Leben lebenswert machen. Frage dich, wann du aufgehört hast zu träumen, zu wachsen. Wann du dir das letzte Mal Fehler erlaubt hast, wann du vergessen hast, dass du nur dieses eine Leben hast.

Wenn du denkst: “Ständig ändert sie ihre Meinung/Aussehen/Job/Ausdruck.” Dann frage dich wo du dir gerade nicht erlaubst einen eingeschlagenenen Weg zu verlassen. Den Käfig den du dir in einem deiner Lebensbereiche gebaut hast. Wo du eigentlich merkst: “Scheiße da bin ich falsch abgebogen, da hätte ich einen anderen Weg wählen müssen”. Was hindert dich daran, umzudrehen und neu zu wählen? Ich sag es dir: Scham! Das was du gerade negativ über mich denkst, willst du für dich vermeiden. Denn du willst mich beschämen (Was dir nicht gelingt, denn ich habe alle diese Entscheidung in meiner vollen Bewusstheit und Power meiner Präsenz getroffen zu der ich stehen kann, weil sie wahrhaftig und integer sind)

Geheimnis: Die, die reden und denken und urteilen haben das Problem in sich. Das hat nichts mit dir zu tun. Dafür musst du dich nicht schämen. Im Gegenteil: Manchmal ist es mutiger vom 10 Meter Turm wieder runterzugehen, als zu springen. Das nennt man Macht und Selbstführung. 

Also geh zurück, entscheide dich um. 1000 Mal. So lange, bis du fühlst: “Das ist der richtige Weg!”. Und noch was: Je länger du in die falsche Richtung gehst, desto länger dauert der Weg zurück.

In diesem Sinne 

Safe Travels my dear. I feel you.

With all my love

xoxo Liberty

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